Indien - Karnataka
Aus Wasserburg nach Karnataka und zurück
Durch eine private Reise 2024 auf die Hochzeit eins Freundes nach Indien, entstand unser erster Kontakt . Die Mikroplastikbelastung ist ein globales Problem und in der indischen Landwirtschaft wird noch viel traditioneller Kunststoff eingesetzt. Um der Mikroplastikbelastung der Böden entgegenzuarbeiten braucht es immer wieder neue Ideen und ansätze. Durch den persönlichen Kontakt wurde ein Testgelände im indischen Bundesstaat Karnataka aufgebaut wurde. Ziel ist es, biologisch abbaubare Kunststofflösungen unter realen klimatischen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.
Wärend meiner Reise konnte ich eine Kaffeeplantage vor Ort besuche. Es zeigte sich deutlich, dass ein großer Bedarf an Materialien besteht, die sowohl den technischen Anforderungen der Pflanzenanzucht entsprechen als auch vollständig biologisch abbaubar sind.
Im Fokus des Projekts stehen Pflanzbeutel aus Biopolymeren, die in der landwirtschaftlichen Pflanzenanzucht eingesetzt werden. Auf vielen Plantagen in Indien werden bislang sogenannte Polybags aus Polyethylen verwendet. Diese sind zwar kostengünstig und funktional, führen jedoch langfristig zu Umweltproblemen, da sie sich nicht vollständig zersetzen und Mikroplastik im Boden hinterlassen. Gerade in tropischen Anbaugebieten stellt dies eine zunehmende Belastung für Böden und Ökosysteme dar.




In den laufenden Versuchsreihen werden unterschiedliche Materialrezepturen sowie verschiedene Schichtdicken der Pflanzbeutel getestet. Dabei stehen insbesondere Haltbarkeit, Stabilität während der Nutzung sowie die vollständige Zersetzung nach dem Einsatz im Mittelpunkt.
Die klimatischen Voraussetzungen in Südindien mit hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhaft warmen Temperaturen bieten ideale Bedingungen, um den biologischen Abbauprozess der verwendeten Biopolymere zu analysieren. Durch diese laborähnlich beschleunigten Bedingungen, können wir



Durch den Kontakt auf der Hochzeit ist eine wahre Freundschaft enstanden und im Jahr 2025 kamen die Familien Ganapathy und Nachappa zu uns nach Wasserburg. Diese beiden hochgeschätzten Familien, haben eine lange Familientradition in der Kaffeebranche und sehr viel Erfahrung und Einfluss. Mit dem gemeinsamen Projekt zeigen wir, wie technische Innovation, internationale Zusammenarbeit und umweltbewusstes Handeln miteinander verbunden werden können, um praxisnahe Lösungen für globale Umweltprobleme zu entwickeln. Wir leben alle auf der selben Erde und sollten uns auch gemeisam den Herausforderungen der Vergangenheit und der Zukunft stellen.
